Methoden

Was bedeutet Integrative Gestalttherapie?

Die Integrative Gestalttherapie fördert die Wahrnehmung von Gefühlen, Bedürfnissen, Wünschen und unterstützt Vertrauen in das eigene Erleben zu finden.
Im Mittelpunkt meiner Arbeitsweise steht das Gespräch.
Der Einsatz von Symbolen, Rollenspiel, Familienbrett, Systhemaufstellungen, Traumarbeit und Malen hilft Ressourcen, Handlungen und Verhaltensmuster klarer zu erkennen und besser zu verstehen.
Weiters unterstützen Entspannungs- und Visualisierungsübungen Stress und Spannungszustände zu reduzieren.

Was und für wen ist Traumatherapie?

Oft ist es Menschen gar nicht bewusst, dass Sie an einer Traumatisierung leiden.
Mitunter sind sie Ursache für Depressionen, Suchtverhalten, Essstörungen, Panikattacken und Angststörungen.

Prägungen aus der Kindheit, Geschehnisse aus der Vergangenheit oder aktuelle belastende Erlebnisse können Verhaltensweisen hervorrufen die Überlebensstrategien sind und sich in aktuellen Beziehungen und im Berufsleben hinderlich auswirken. Im Inneren geht es um funktionieren und überleben anstelle von erleben und Dasein.

Traumatherapie unterstützt Sie Zusammenhänge zu erkennen und Ihr Inneres aus der vergangenen Situation zu befreien, in der es von erschreckenden Gefühlen überflutet wurde und hilft alte belastende Erfahrungen zu verarbeiten.
Wohl dosierte Hinwendung zum eigenen Erleben anstelle von Ablenkung und Abwendung unterstützen Sie in Ihrer Gesundung und im erreichen Ihrer Ziele, wie z.B. angstfreier und mit mehr Selbstbestimmung und Selbstfürsorge zu leben oder Ihren Platz im Leben zu finden.
In jedem Menschen stecken Kraft und Weisheit und es ist alles vorhanden, was Sie zur Heilung benötigen.

Die verschiedenen traumtherapeutischen Verfahren, wie Stabilisierungs- und Reorientierungsübungen, Innere Kindarbeit, Anteilearbeit, Bildschirmtechnik oder EMDR helfen Ihnen neue Strategien zu erlernen um in der aktuellen Lebenssituation handlungsfähiger und unbeeinflusster von der Vergangenheit zu sein.

Wann und wie wird EMDR eingesetzt?

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) findet mittlerweile vielfältigen Einsatz.
Vom akuten Monotrauma wie Unfall, einmaliger Gewalterfahrung, Überfall, Vergewaltigung bis zu mehrfachen traumatischen Erlebnissen, die bereits einige Jahre zuückliegen oder aus der Kindheit stammen.
Ebenso bei Suchtverhalten, Essstörungen, komplizierter Trauer, Angstzuständen und Zwangsstörungen.

Vor der Traumabearbeitung mit EMDR wird eine ausführliche Anamnese erstellt um uns einen Überblick zu verschaffen und Ihre Behandlung sorgfältig zu planen. Parallel gilt unser Augenmerk der Stabilisierung. Ihre Stabilität ist Voraussetzung um sich mit belastenden Erinnerungen konfrontieren zu können. Was sich jedoch immer wieder zeigt ist, dass wir dem Prozess mit EMDR vertrauen können, weil das Gehirn nur bewusst werden lässt, was in dem Moment im Inneren zur Verarbeitung bereit ist. Wo Sie in der Gegenwart Entlastung brauchen und möchten weist uns den Weg dabei und EMDR unterstützt damit Vergangenes  vom Gegenwärtigen für das Gehirn emotional unterscheidbar wird.

Wie wird beim EMDR-Prozess vorgegangen?

Der Beginn der EMDR-Behandlung ist in verschiedene Phasen, wie Anamnese, Stabilisierung, zu bearbeitende Situation finden und bewerten  gegliedert.
Danach beginnen wir mit der unmittelbaren Behandlung mit EMDR. Das Durcharbeiten, auch Desensibilisierung genannt findet unter Einsatz von bilateraler Stimulation und anfänglicher Konzentration auf das belastende Material statt. Sie folgen dabei entweder den Fingern des Therapeuten mit den Augen oder erhalten leichte Berührungen an den Händen oder ein Gerät gibt entsprechende Impulse. Die bilaterale Stimulation wird als angenehm bis neutral erlebt und wird solange wiederholt, bis die traumatische Erinnerung oder die Angstsituation als nicht mehr belastend empfunden wird und das Gehirn neue Lösungsmöglichkeiten, Bilder, Gedanken findet und anerkennt.
Meist nach 2-3 Sitzungen wird das positive Erleben mit einem positivem Gedanken abgeschlossen.